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FCI
- Standard Nr. 56 / 13. 09. 2000 / D
URSPRUNG : Ungarn.
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDES : 06.
04. 2000.
VERWENDUNG : Terrierähnlicher Treibhund. Er ist auch zum
Treiben grösserer Tiere geeignet. Sein Spürsinn ist gut
entwickelt. Er bewährte sich hervorragend bei der Bekämpfung
von Raubwild und Nagern. Er ist ein ausgezeichneter Haushund
und erträgt ohne weiteres die Haltung in einer Wohnung. Er
braucht viel Bewegung und ist ein ausgezeichneter Begleit- und
Sporthund.
KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 1 Hüte- und Treibhunde
(ausgenommen Schweizer
Sennenhunde).
Sektion 1 Schäferhunde.
Ohne Arbeitsprüfung.
KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS : Der Pumi entstand im 17.-18.
Jahrhundert in Ungarn durch Kreuzung des primitiven Puli mit
importierten deutschen und französischen terrierartigen Hunden
mit Stehohren. Er gilt seit Anfang des 20. Jahrhunderts als
selbständige Rasse.
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD : Es handelt sich um einen
mittelgrossen, zum Spass aufgelegten, terrierartigen
Hirtenhund. Den Terriercharakter zeigt der Kopf am besten. Die
Gesichtsnasenpartie ist gestreckt und das obere Drittel der
aufgerichteten Ohren neigt sich nach vorne. Der Körperbau ist
quadratisch. Wegen seiner ständigen Aufmerksamkeit ist die
Haltung des Halses höher als im Durchschnitt. Das mittellange,
wellige Haar bildet Locken. Der Pumi kommt in mehreren
Farbschlägen vor, aber er muss immer einfarbig sein.
WICHTIGE PROPORTIONEN :
• Die Körperlänge entspricht der Widerristhöhe.
• Die Brustkorbtiefe beträgt etwas weniger als die Hälfte der
Widerristhöhe.
• Die Fanglänge ist etwas geringer als die Hälfte der
Kopflänge.
• Die Halslänge entspricht der Kopflänge und beträgt 45 % der
Widerristhöhe.
VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) : Dieser recht lebhafte
Treibhund hat ein rastloses Temperament. Er ist äusserst kühn,
gegen fremde Personen etwas misstrauisch. Infolge seines
vernünftigen Verhaltens, seiner Lebhaftigkeit und seiner
Ausdrucksfähigkeit lenkt er immer und überall die
Aufmerksamkeit auf sich. Der Pumi ist ziemlich laut. Seine
ganze Erscheinung strahlt Tatendrang aus und wegen seiner
Ruhelosigkeit und Betriebsamkeit sind alle seine Körperteile
stets in Bewegung. Er ist immer aktiv und einsatzbereit.
Scheues oder phlegmatisches Benehmen sind rassenfremde
Eigenschaften.
KOPF : Verhältnismässig lang und schmal. Die Kopfform wird
durch die gestreckte Fangpartie geprägt.
OBERKOPF :
Schädel : Die Scheitelgegend ist relativ breit und gewölbt.
Die lange Stirn ist nur wenig gewölbt, von der Seite gesehen
flach. Die Augenbrauenbogen sind mässig entwickelt.
Stop : Kaum wahrnehmbar. Die Stirnebene läuft zwischen den
Augenbogen beinahe geradlinig zum Nasenrücken weiter.
GESICHTSSCHÄDEL :
Nasenschwamm : Schmal, stumpf geschnitten, bei allen
Farbschlägen immer nur schwarz.
Fang : Der Nasenrücken ist gerade. Die ausgedehnte
Gesichtspartie verjüngt sich gegen die Nase zu, wird aber nie
spitz.
Lefzen : Sich dem Gebiss straff anschmiegend, dunkel
pigmentiert.
Kiefer / Zähne : Starke Kiefer. Die kräftigen und gut
entwickelten Zähne sind weiss. Regelmässiges, der Zahnformel
entsprechend vollzahniges Scherengebiss.
Backen : Gut bemuskelt.
Augen : Mittelweit voneinander und etwas schräg eingesetzt,
mittelgross, oval, geschlitzt, dunkelbraun. Der Ausdruck ist
lebhaft und intelligent. Die Lidränder liegen dem Augapfel
straff und eng an und sind gut pigmentiert.
Ohren : Die aufgerichteten Ohren sind hoch angesetzt. Das
obere Drittel des Ohres neigt sich nach vorne. Die
mittelgrossen, ebenmässigen Ohren haben eine umgekehrte V-Form.
Ihr Ausdrucksspiel ist rege.
HALS : Mittellang, wenig gewölbt, gut bemuskelt; er bildet
einen Winkel zwischen 50 und 55 Grad mit der Horizontalen. Die
Haut des Halses ist straff, trocken, ohne Falten.
KÖRPER : Die Muskulatur ist gut entwickelt, trocken, besonders
straff und zäh. Es handelt sich um eine ausserordentlich
hagere Rasse von harmonischem Erscheinungsbild.
Obere Profillinie : Gerade.
Widerrist : Ausgeprägt, lang und nach hinten geneigt.
Rücken : Kurz, gerade und straff.
Lende : Kurz, fest gefügt, gerade.
Kruppe : Kurz, leicht abfallend, mittelbreit.
Brust : Die Vorderfront der Brust ist gerade, nicht breit,
eher tief. Die Rippen sind wenig gewölbt, eher flach. Der
Brustkorb ist tief, lang und reicht bis zur Höhe des
Ellenbogens.
Bauch : Straff, nach hinten aufgezogen.
RUTE : Die hoch angesetzte Rute bildet einen weiten
kreisförmigen Bogen über der Kruppe. Das Haar der Unterseite
der Rute ist 7 bis 12 cm lang, drahthaarig, auseinanderstehend,
mit wenig Unterwolle. Angeborene Stummelrute sowie kupierte
Rute sind nicht zulässig.
GLIEDMASSEN
VORDERHAND : Die von der Vorderfront der Brust ausgehenden
Vorderläufe unterstützen den Körper wie Säulen; sie sind
senkrecht, parallel und nicht zu weit gestellt.
Schultern : Das Schulterblatt ist lang und leicht steil. Der
Neigungswinkel zur Horizontalen beträgt zirka 55 Grad. Die
Schulterblattspitzen stehen lotrecht über dem tiefsten Punkt
der Brust.
Oberarm : Kurz und gut bemuskelt.Das Schulterblatt und der
Oberarm bilden einen Winkel von 100-110 Grad.
Ellenbogen : Eng am Körper anliegend.
Unterarm : Lang, hager.
Vordermittelfuss : Steil.
Vorderpfoten : Rundliche Katzenpfoten mit eng
aneinanderliegenden Zehen. Die Ballen sind elastisch. Die
Krallen sind kräftig, schwarz oder schiefergrau.
HINTERHAND : Die Hinterläufe sind sehr kräftig. Von der Seite
gesehen sind sie etwas nach hinten überstreckt. Von hinten
gesehen sind die Läufe parallel, gerade, weder zu eng noch zu
weit gestellt.
Oberschenkel : Muskulös, lang und nach hinten geneigt.
Knie : Auf gleicher Höhe wie die Ellenbogen.
Unterschenkel : Lang, hager.
Sprunggelenk : Das Sprunggelenk ist hager und scharf umrissen.
Hintermittelfuss : Kurz, steil.
Hinterpfoten : Wie die Vorderpfoten. Afterkrallen sind
unerwünscht.
GANGWERK : Bewegung recht lebhaft, temperamentvoll. Schritt
kurz, energisch, dynamisch und harmonisch. Die Haltung ist
kühn und stolz. Der Trab ist leicht und harmonisch; der Hund
setzt die Hinterpfoten genau in die Spur der Vorderpfoten.
HAUT : Ohne Falten, stark pigmentiert. Die freien Hautflächen
sind schwarz oder schiefergrau.
HAARKLEID
HAAR : Das welllige, lockige Haar bildet Büschel und ist nie
glatt oder verschnürt. Im Durchschnitt sind die Haare 4 bis 7
cm lang, in kleineren oder grösseren Büscheln zusammengesetzt,
elastisch struppig und dicht. Das Haarkleid besteht aus einem
kräftigen, nicht groben, drahthaarigen Deckhaar und einer
weichen Unterwolle. Die mittellangen, dichten, drahtigen
Grannenhaare an den Ohren ragen nach oben. Die Augen und die
Fangpartie sind frei von langem Haar. Die erwünschte
Vorbereitungsform des Haarkleides wird durch Trimmen mit der
Hand erreicht. Kleinere Korrekturen mit der Schere auf dem
Kopf und an den Gliedmassen sind möglich. Aber das ganze
Haarkleid mit der Schere herzurichten ist unerwünscht.
FARBE :
• Grau in verschiedenen Nuancen (im allgemeinen ist die Farbe
bei
Geburt schwarz und wird mit der Zeit grau).
• Schwarz.
• Falbfarben (fakó). Grundfarben : rot, gelb, cremefarben (ein
schwarzer oder grauer Anflug und eine ausgeprägte Maske sind
erwünscht).
Ein weisser Brustfleck mit einem Durchmesser unter 3 cm und /
oder ein weisser Strich auf den Zehen ist nicht fehlerhaft.
Die Haarfarbe muss immer ausgeprägt und einfarbig sein.
• Weiss.
GRÖSSE UND GEWICHT :
Widerristhöhe :
Für Rüden : 41 bis 47 cm, Idealgrösse: 43 bis 45 cm.
Für Hündinnen: 38 bis 44 cm, Idealgrösse: 40 bis 42 cm.
Gewicht :
Rüden : 10 bis 15 kg, Idealgewicht : 12 bis 13 kg.
Hündinnen : 8 bis 13 kg, Idealgewicht : 10 bis 11 kg.
FEHLER : Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als
Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem
Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
AUSSCHLIESSENDE FEHLER :
• Aggressiv oder ängstlich.
• Runder, puliartiger Kopf. Gesichtsnasenpartie kürzer als 40%
der Kopflänge.
• Stark ausgeprägter Stop.
• Fehlen von einem Zahn oder mehrerer Zähne von den
Schneidezähnen, den Eckzähnen, den Prämolaren 2-4, den Molaren
1-2; Fehlen von mehr als 2 PM1; die M3 werden nicht
berücksichtigt.
• Vor- und Rückbiss, Kreuzgebiss.
• Vollständig aufgerichtete Stehohren; vom Ansatz an
herabhängende oder ungleich getragene Ohren.
• Kurzes, glattes Haar; langes, stark verfilztes oder
abstehendes, strukturloses Haar.
• Schokoladenbraunes- und mehrfarbiges Haarkleid sowie jede
Art von scharf abgegrenzten Flecken (z.B. lohfarbene Abzeichen;
Bildung eines Mantels etc.).
• Grösse von den im Standard festgesetzten Normen abweichend.
Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder
Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
N.B. : Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte
Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
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